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Wahlprüfsteine 2011
Wir haben die Parteien (SPD,
Die Linke, Bündnis 90/ Die Grünen, CDU, FDP und Die Piraten) um die Beantwortung
von Fragen zu 6 Bereichen im Gesamtkomplex sexualisierte Gewalt gebeten.
Das waren
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Recht auf elternunabhängige
Beratung für Kinder und Jugendliche
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Das Verhältnis Betroffener
sexualisierter Gewalt zu den missbrauchenden Eltern
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Koordinierungsstelle sexuelle
Gewalt
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Förderung von Beratung
für betroffene Männer
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Prävention
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Ausbildung
Die Ergebnisse der Antworten
kurz zusammengefasst:
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Wir hatten nach der Position
auf Etablierung eines Rechtes auf elternunabhängige Beratung nicht
nur in Krisen- und Notfallsituationen gefragt. Dies ist ein Punkt,
der auch am Runden Tisch von der zuständigen Unterarbeitsgruppe thematisiert
worden ist. SPD, Die Linke und CDU sehen hier keinen aktuellen Handlungsbedarf.
Bündnis 90/Die Grünen können sich u.a. vorstellen mittels eines Ausführungsgesetzes
auf Landesebene die Situation zu verbessern.
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Die unter dem Stichwort
„Scheidungsrecht für Kinder von ihren missbrauchenden Eltern“ bekannter
gewordenen Forderungen nach Auflösung der Abhängigkeiten (z.B. bei
Hartz IV Bezug für unter 25-Jährige) und Verpflichtungen haben verschiedene
Reaktionen ausgelöst. Die SPD äußert Verständnis für das Anliegen,
sieht aber keine Möglichkeit der Umsetzung. Die Linke denkt dass das
bestehende Regelwerk im Prinzip ausreicht, es aber einer besseren
Qualifizierung der Umsetzenden bedarf. Sie ist für die Abschaffung
eines wiederholten Begründungszwanges auf elternunabhängige Unterstützung.
Dieser wiederholte Begründungszwang ist auch für Bündnis 90 / Die
Grünen nicht tragbar, sie überlegen in diesem Kontext mit der Regionaldirektion
der Bundesagentur für Arbeit zu reden und bieten die Zusammenarbeit
bei der Suche nach praktikablen Lösungen an. Die CDU grenzt ein, dass
Regelungslücken eigentlich nur bei dem Jugendamt nicht bekannten Fällen
auftreten dürften. Auch sie schlägt zur Verbesserung dieser Situation
Gespräche des Senats mit der Bundesagentur für Arbeit vor. Was Unterhaltspflichten
angeht, so sieht die Berliner CDU den Bedarf einer bundesweiten Regelung.
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Es hat in Berlin eine Schnittstellenanalyse
über das Funktionieren der Zusammenarbeit im Hilfesystem bei sexualisierter
Gewalt gegeben. Diese Analyse kommt unter anderem zum Ergebnis, dass
eine Koordinierungsstelle eine sinnvolle Maßnahme wäre, um die Kooperation
zu verbessern. Die SPD und Bündnis 90 / Die Grünen würden eine solche
Koordinierungsstelle (je nach Möglichkeiten des Haushaltes) gerne
einrichten. Die Linke sieht keine Notwendigkeit einer Koordinierungsstelle
und die CCU möchte erst noch einmal abklären, ob sie wirklich sinnvoll
ist.
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Natürlich ging es auch
darum, wie denn die Parteien zur Förderung von Beratung für betroffene
Männer, konkret zum Förderungsantrag von Tauwetter stehen. Es war
für uns natürlich schön zu hören, dass alle Parteien offensichtlich
Unterstützung für die Betroffenen für wichtig halten. Die SPD weist
dann aber darauf hin, dass nicht sie als Partei, sondern der Haushaltsgesetzgeber
die Haushaltsplanung aufstellen. (Das stimmt, aber über die Haushaltsplanung
wird danach in den Ausschüssen besprochen ggf. geändert und dann vom
Parlament beschlossen. Daran sind alle Parteien beteiligt.) Die Linke
verweist auf die beschlossene Anlaufstelle für Heimkinder. (Unter
Umständen wurde die Frage nicht richtig verstanden, denn die von einer
Senatorin der Linken geleitete Gesundheitsverwaltung ist ja der Adressat
unseres Antrages.) Die derzeitigen Oppositionsparteien sehen anscheinend
stärker einen Bedarf: Bündnis 90 / Die Grünen denken, dass Angebote
für Jungen und Männer trotz angespannter Haushaltslage finanziert
werden müssen. Die CDU sieht auch zu wenig Angebote für erwachsene
Männer will in den Fachausschüssen über die konkrete Haushaltsplanungen
informieren lassen und sich ggf. für Angebote einsetzen.
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Das fünfte Thema war Prävention
und die Finanzierung von Präventionsangeboten. Auch hier sehen fast
alle Parteien die Notwenigkeit von Präventionsarbeit. Die SPD verweist
dann aber erneut auf die Haushaltsplanung, Die Linke betont, dass in
diesem Bereich keine Kürzungen vorgenommen wurden, dafür will sie
sich auch in Zukunft einsetzen. Bündnis 90 / Die Grünen stellen fest,
dass dies in den Haushaltsberatungen besprochen werden muss. Der CDU
ist von fehlenden finanziellen Mitteln nichts bekannt, deswegen geht
sie davon aus, dass eine Aufstockung nicht vorgenommen wird.
- Unsere letzte Frage war,
wie eine Verbesserung der Ausbildung zu erreichen ist. Alle Parteien
befürworten eine Verbesserung der Qualifizierung von mit Betroffenen
sexualisierter Gewalt Arbeitenden. Die SPD erläutert, dass ihren Bemühungen
aber Grenzen gesetzt seien, da für die Studieninhalte die Hochschulen
selber verantwortlich sind. Demzufolge weisen Die Linke und die CDU
auf die notwendige Weiterentwicklung von Weiterbildungsangeboten hin.
Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linke verweisen auch auf den Stellenwert,
den die medizinischen Berufe in diesem Kontext haben.
Die vollständigen Antworten
haben wir einmal gegliedert nach den Parteien
und nach den Themen:
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Recht
auf elternunabhängige Beratung für Kinder und Jugendliche
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Das
Verhältnis Betroffener sexualisierter Gewalt zu den missbrauchenden
Eltern
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Koordinierungsstelle
sexuelle Gewalt
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Förderung
von Beratung für betroffene Männer
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Prävention
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Ausbildung
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